AKTUELL

Erweiterungsarbeit imbetrieb

Diese Bauarbeiten zielen darauf ab 950 m2 industrielle Oberfläche zum Stockwerk hinzuzufügen.
Die Inbetriebnahme ist für Ende Mai 2019 geplant.

 

Ferien 2019

Sommerferien vom Montag 22. Juli bis Freitag 9. August 2019.

SAVOIR-FAIRE

MONTAGE

Unter Montage verstehen wir das Aufpressen des Rades auf seinen Trieb. Planlauf, Rundlauf, axialer und radialer Halt sind die Grundanforderungen an diese Baugruppen.

Die Dimensionierung der Unterbaugruppen und deren makelloses Aussehen sind äusserst wichtig, denn es handelt sich hierbei um die letzte Etappe im Herstellungsprozess. Alle verschiedenen Herstellungsschritte der Bestandteile eines kompletten Rades tragen zur erfolgreichen Fertigstellung des Produkts bei. Dies hat zur Folge, dass sich alle Fehler aus früheren Etappen in der Montage niederschlagen und darin liegt denn auch die grösste Herausforderung.

Die Schönheit und Präzision unserer kompletten Räder trägt zum Erfolg der Uhrwerke namhafter Uhrenmarken bei.

HOCHGLANZPOLIEREN, BÜRSTEN

Das Hochglanzpolieren ist eine Oberflächenbehandlung, die in der Regel bei sichtbaren Flächen von Werkteilen angewendet wird. Mithilfe von präzisen Halterungen, Polierpaste und wiederholter Reibung werden die Flächen poliert, bis sie wie ein Spiegel glänzen. Ob Schraubenkopf, Halteplatte, Zapfenende oder -ansatz, die grösste Herausforderung liegt weniger im Polieren selbst als im Flachhalten der Teile, weil sie sehr klein sind oder eine spezielle Form aufweisen, was insbesondere bei konischen Teilen der Fall ist. Ausserdem bereiten die sorgfältig polierten Flächen zusätzliche Schwierigkeiten beim Ableimen und Reinigen der Teile.

KREISSCHLIFF

Zusammen mit der Vergoldung ist der Kreisschliff die bei hochwertigen Rädern am meisten verwendete Verzierung. Mit einem speziellen Glaspapier werden konzentrische Kreise auf den Radflächen realisiert. Dieser besondere Schliff erzeugt beim Betrachten des Uhrwerks sehr schöne Lichtreflexe, die dem Symbol für Radioaktivität zum Verwechseln ähnlich sind.

WENDELN

Dieses Dekorationsverfahren besteht nicht in der Realisierung von konzentrischen Kreisen wie beim Kreisschliff, sondern einer spiralförmigen Verzierung auf einer in der Regel sichtbaren Fläche. Das Wendeln ist eine typische Verzierung von Rädern. Dabei wird eine Schleifscheibe oder ein Fräser in einem ganz bestimmten Winkel an die Fläche des in Drehung versetzten Rades herangeführt. Die Linien sind nicht gerade wie beim Sonnenschliff, sondern von der Mitte des Rades ausgehend leicht zu einer Spirale gebogen. Die Oberflächenspezialisten kombinieren die verschiedenen Dekorationsverfahren, um mit den Wirkungen des Lichteinfalls zu spielen und gewisse Teile mehr als andere hervorzuheben.

PRÜF UND MESSTECHNIK

Die Prüf- und Messtechnik sind zwei voneinander untrennbare technische Abteilungen.

Wie es der Name bereits sagt, besteht die Prüftechnik in der Prüfung der Massgenauigkeit und Ästhetik jedes Elements.Zu diesem Zweck wird das statistische Prüfverfahren bei einem Los gleicher Teile angewendet. Es geht dabei vor allem um eine Endkontrolle nach jeder Herstellungsetappe.

Die Messtechnik ist eine Wissenschaft, die der Kontrolle der Prüfmittel dient. Aufgrund der hohen erforderlichen Präzision sind diese Geräte sehr anspruchsvoll und müssen regelmässig gewartet werden. Die Messtechnik beschreibt ausserdem die Methoden für die Prüfung der Massgenauigkeit. Auch hier beruht die Hauptschwierigkeit darin, das Prüfteil korrekt zu halten.

AUTOMATENDREHEN

Joray & Wyss verfügt über einen Citizen-Maschinenpark mit CNC-Bearbeitungszentren für 1 bis 16 mm und kann Präzisionsdrehteile (±2 Mikrometer) mit zusätzlichen Fräsbearbeitungen wie Konturfräsen, Verzahnen, Räumen und Innenbohrungen mit Präzisionspositionierung in verschiedensten Materialen herstellen. Da sich die Qualität der vorgedrehten Werkstücke erheblich auf die nachfolgenden Bearbeitungsetappen auswirkt, legt Joray & Wyss höchsten Wert auf die Oberflächengüte und Zentrierung.

STANZEN

Beim Stanzen werden Präzisionswerkzeuge verwendet, um eine Platte ohne Verformung aus einem Walzband auszuschneiden. Mithilfe eines Stanzwerkzeugs wird ein volles Rad, ein Rad mit Armen oder eine à–ffnung, die für die Einstellung einer gewissen Funktion im Uhrwerk dient, ausgestanzt.

Das Stanzwerkzeug besteht aus verschiedenen Elementen, die ineinandergleiten. Die grosse Herausforderung liegt darin, die goldene Mitte zu finden zwischen zu viel Spiel, was zur Dezentrierung oder Gratbildung führen kann, und zu wenig Spiel, was die Verformung oder Spannungen im Material hervorruft. Angesichts der kleinen Abmessungen sind Teile für Uhrwerke diesbezüglich besonders anspruchsvoll.

KERBEN

Beim Einstellen der Uhrzeit einer Uhr muss die Drehung der Zeiger erfolgen können, ohne dabei das ganze Räderwerk zu beeinflussen. Durch ein bestimmtes Verfahren, das Kerben genannt wird, erreicht man, dass sich das Zeigerwerk vom übrigen Uhrwerk auskoppelt. Beim Kerben werden die Wände des Minutenrohrs (das den Minutenzeiger trägt) auf dem Minutenrad leicht verengt, um eine leichte Reibung bzw. Bremsung zu bewirken. Das Minutenrohr dreht somit nicht frei, aber kuppelt sich ab einer bestimmten Kraftanwendung aus. Als Alternative ist die Auskupplung auch durch eine Reibung des Minutenrohrades möglich.

KEHLEN

Das Kehlen ist ein Dekorationsverfahren. Dabei wird mit einem Diamantfräser eine kreisförmige Nut in die Fläche des Rades gefräst. Aufgrund der spiegelglatten Oberfläche des kupferfarbenen Materials wird das Licht reflektiert.

MECHANIK

Die Mechanik umfasst sowohl sehr alte wie auch hoch moderne Techniken. Seit Urzeiten sucht der Mensch unablässig nach den besten Lösungen, um seine Fertigungsvorhaben umzusetzen. Das hört sich ganz nach Trick 77 an.

Doch das mechanische Wissen von Joray & Wyss hat nichts mit Improvisation zu tun, sondern vielmehr mit einem umfassenden Know-how in der Herstellung von Präzisionswerkzeugen, die für die Realisierung der von seinen Kunden gewünschten Teile

TROMMELPOLIEREN

Wie beim Sandstrahlen werden die Teile beim mechanischen Polieren als Schüttgut in eine Trommel gegeben. Dieses Verfahren dient dazu, Grate rundum zu entfernen und den Teilen den letzten Schliff zu geben, damit sie höchste Qualitätskriterien erfüllen.

Die zuvor durch eine thermische Behandlung gehärteten Teile reiben sich an den ebenfalls in die Trommel gegebenen, verschiedenartigen Partikeln, den so genannten Polierkörpern, die mit Diamantine-Schleifpulver versehen sind. So werden ihre Oberflächen poliert, bis sie perfekt glatt und glänzend sind. Dank der polierten Oberflächen weisen die Teile weniger Reibung auf und helfen, Energie zu sparen und dadurch die Gangreserve der Uhr zu erhöhen.

INNENBOHREN

Dieser Vorgang besteht darin, das zentrale Loch des Rades zu bohren, das ausschlaggebend für dessen Rundlauf ist. Joray & Wyss stellt seine Räder anders als viele seiner Konkurrenten her und genau darin liegt das Erfolgsgeheimnis der beiden Unternehmensgründer: Sie hatten ein Verfahren entwickelt, um das zentrale Loch mit höchster Präzision zu bohren. Die Realisierung dieses letzten Bearbeitungsvorgangs in der Mitte des Rades, wenn es bereits über seine Zahnung verfügt, stellt eine präzisere Konzentrizität sicher, die für die einwandfreie Funktionsweise eines mechanischen Uhrwerks unabdingbar ist.

ROLLIEREN

Das Rollieren ist ein Schlichtvorgang, bei dem die Zapfen und Stirnseiten eines Triebes geschliffen werden, um ihre Drehung in den Lagersteinen (oder Rubinen) der Werkplatte des Uhrwerks zu optimieren. Ihre Reibung muss auf ein Minimum reduziert werden, damit die elektrische Energiereserve einer Quarzuhr oder die Gangreserve einer mechanischen Uhr nicht vorzeitig aufgebraucht wird. Die Zapfen und Stirnseiten der Triebe müssen makellose Oberflächen aufweisen (Präzision im Mikrobereich), um eine möglichst reibungslose Bewegungskette zu gewährleisten. Die grosse Herausforderung des Rollierens liegt im Verfahren selbst, aber auch in der automatischen Beschickung. Die millimetergrossen Werkstücke müssen in Drehung versetzt werden, ohne dass sie dabei beschädigt, die polierten Oberflächen beeinträchtigt oder die mikrometergenauen Durchmesser verändert werden.

SANDSTRAHLEN & ENTGRATEN

Sand ist hart wie Diamant und dadurch hervorragend geeignet, um Oberflächen anzugreifen. Sand wird verwendet, um die Steinfassaden unserer schönen Stadtzentren zu behandeln, aber auch vom Schloss vor dem Anstreichen. Nichts vermag Sand zu widerstehen! Aus diesem Grund verwendet Joray & Wyss hauptsächlich Sand, um Grate der mechanischen Bearbeitung auch an schwierig zugänglichen Stellen sicher zu entfernen und gleichmässige Oberflächen zu erzielen, was makellose Teile garantiert.

SONNENSCHLIFF

Der Sonnenschliff gehört zu den Dekorationsverfahren der Radoberflächen. Dabei wird eine Schleifscheibe oder ein Fräser an die Fläche des in Drehung versetzten Rades herangeführt. Die Linien verlaufen gerade, von der Mitte des Rades ausgehend. Dadurch entsteht eine schöne Sonnenstrahlenwirkung.

SCHNEIDEN VON TRIEBEN

Bei dieser Bearbeitung wird die Zahnung am Umfang der vorgedrehten Triebe realisiert.

Das Schneiden der Triebe ist ein komplexer Vorgang, bei dem spezielle Werkzeuge wie Wälzfräser und spezifische Rohling-Haltedorne zum Einsatz kommen. Bei der Einrichtung der Maschine ist höchste Sorgfalt geboten, denn es müssen rund 30 Parameter perfekt eingestellt werden.

Die Hauptherausforderungen liegen in den kleinen Abmessungen der Werkstücke, in deren Aufnahme und in den Anforderungen an die Oberflächengüte (Gratbildung bei der Bearbeitung, Beschädigung bei der Aufnahme). Wie bei den Rädern ist auch hier die Konzentrizität von ausschlaggebender Bedeutung.

SCHNEIDEN VON RÄDERN

Die im Gegensatz zu den Trieben einfachere Form der Räder erleichtert die Einstellarbeiten. Ein Rad besitzt in der Regel zwischen 30 und 120 Zähnen. Sie werden üblicherweise in Paketen pro hydraulische Aufspannung mit halbautomatischer oder automatischer Beschickung über ein à–lbad realisiert. Beim Schneiden der Räder müssen Gratbildung, Kratzer und Reibung möglichst vermieden werden. Die Konzentrizität ist ein entscheidender Herstellungsfaktor (Präzision unter 10 Mikrometer).

GALVANISCHE BEHANDLUNG

Joray & Wyss realisiert selbst keine galvanischen Behandlungen, da die hohen Investitionen in keinem Verhältnis zu den Volumen stehen. Die Galvanotechnik ist die Wissenschaft der Oberflächenbeschichtung. Mithilfe von chemischen Bädern und Stromdurchfluss werden winzig kleine Materialmengen, beispielsweise Nickel oder Gold, auf das zu schützende oder zu dekorierende Element übertragen. Für die Oberflächenbeschichtung arbeiten wir eng mit Galvanikspezialisten zusammen.

HÄRTEN, AUSHÄRTEN, ANLASSEN

Thermische Behandlungen werden je nach Werkstoff oder gewünschtem Ergebnis durchgeführt. Dabei wird die Molekularstruktur verändert mit dem Ziel, die behandelten Teile härter und dadurch widerstandsfähiger gegen Reibung zu machen oder ihren Zustand zu stabilisieren. Anders gesagt trägt diese metallurgische Technik zur einwandfreien Funktionsweise von Uhrwerken bei.